- Germany's Ugliest City Tours 2026
Besuchen Sie die Orte, solang es sie noch gibt (mit dem Fahrrad)
Montag, 01. Juni 18:30 Start: Rathauspletz, am Lichttor
Wenn es etwas Beständiges in Ludwigshafen gibt, dann ist es der stete Wandel. Viele Orte, die uns heute noch vertraut sind, sind vielleicht schon in wenigen Wochen etwas völlig anderes oder komplett verschwunden. Hier wird eine Auswahl an Gebäuden, Plätzen und Institutionen präsentiert, die es vielleicht bald nicht mehr gibt. Und es werden Überlegungen angestellt, was denn an ihre Stelle kommen könnte.
Perlen am Rhein. Auch hier ist es schön (mit dem Fahrrad)
Mittwoch, 17. Juni 18:00 Start: Parkinsel, Festivalgelände Inselsommer
Was als Antwort auf die Wahl zu „Deutschlands hässlichste Stadt“ begonnen hat, ist zu einer fröhlichen Massenbewegung mit reger medialer Begleitung geworden. Hunderte Menschen haben seither bei Germany’s Ugliest City Tours teilgenommen und dabei die Eigenarten und die Selbstironie dieser Stadt gefeiert.
Doch es gab auch kritische Stimmen! „Ludwigshafen is a ä bissl scheen“ „nur motzen kann jeder“, hieß es zum Beispiel. Und es tauchte die Frage auf: Und wo bleibt das Positive, Herr van der Buchholz?“
Bitte schön, auch das soll es geben: Helmut van der Buchholz unternimmt eine Tour durch die erweiterte Innenstadt und präsentiert seinem staunenden Publikum einige wunderschöne Perlen in „Germanys Ugliest City“. Es wird ästhetisch, romantisch, und vielleicht sogar idyllisch. Man muss nur lernen, etwas genauer hinzuschauen. Garniert mit einigen kompetenten Erklärungen werden aus Kritikern der Industriestadt am Rhein vielleicht doch noch Fans.
Open Art XII (mit dem Fahrrad)
Donnerstag, 25. Juni 18:30 Start: Eingang Museumsgarten, Hans-Klüber-Platz
Die traditionelle Tour zur Kunst im öffentlichen Raum entstand anfangs als Zusatztour ohne Hässlichkeiten. Denn solche Kunst unterscheidet sich oft sehr von der in Museen und Galerien. Im Rahmen seiner Atelierabende lädt Helmut van der Buchholz einmal jährlich zu einer kommentierten Führung rund um das Wilhelm-Hack-Museum und präsentiert Kunstwerke im öffentlichen Raum. Neben bekannten Highlights werden auch unbekannte Beispiele gezeigt, die (zu Unrecht?) ein Schattendasein im Verborgenen fristen. Und es wird erläutert, warum dies so ist.
Dieses Jahr geht es wieder mit dem Rad durch die erweiterte Ludwigshafener Innenstadt. Was an diesem Abend genau geschehen wird, bleibt noch geheim. Aber es gibt eine Mischung aus populärwissenschaftlichem Vortrag, Sightseeing und Performance. Es soll später niemand sagen, er/sie habe von nichts gewusst.
Die Haltestellen-Tour (zu Fuß)
Donnerstag, 09. Juli 19:00 Start: Haltestelle Gartenstraße, Bahnsteig
Beim Warten auf den Bus oder die Bahn ist es auch nicht immer einladend, angenehm und harmonisch. Die Zeit, die wir an solchen Haltestellen verbringen, ist (auf Jahre hochgerechnet) ganz schön lang. Da stellt sich schon mal die Frage, ob das nicht auch in schön geht.
Neben funktionalen Aspekten (Wetterschutz, Sitzgelegenheit) gibt es auch noch andere Faktoren, die einen Aufenthalt attraktiv machen oder die Warteplätze gar zu Begegnungsstätten machen. Hier soll an 10 bis 12 Beispielen in der Innenstadt untersucht werden, ob das gelungen ist.
Klima von unten (zu Fuß)
Mittwoch, 05. August 18:00 Start: Europaplatz
Die Erde erwärmt sich viel zu schnell und man hat den Eindruck, es wird viel zu wenig getan, um das zumindest abzubremsen. Manche meinen gar, der Untergang der Menschheit ist bereits besiegelt, aber die Corona-Zeit hat gezeigt, dass eine gewisse Erholung der Erde möglich ist. Wenn man denn will.
Auch im Kleinen kann einiges getan werden. Entsiegelung, Bäume in der Stadt, Frischluftschneisen, besserer ÖPNV undundund. Auf dieser Tour soll demonstriert werden, wo ohne allzu großen Aufwand lokale Klimaverbesserungen im Herzen der Stadt realisiert werden können.
Le Piazze di Ludwigshafen (zu Fuß)
Donnerstag, 13. August 18:00 Start: Schützenplatz
In Italien gilt die Piazza als die „gute Stube“ einer Stadt und repräsentiert die Stadtherren und die Bürgerschaft. Sie ist daher oft besonders aufwendig gestaltet. Wichtige öffentliche Gebäude säumen die Piazza und haben prächtige Schaufassaden. Der Platz selbst wird mit Monumenten und Brunnen dekoriert, der Bodenbelag besteht oft aus wertvollen Materialien (Wikipedia).
In der Ludwigshafener Innenstadt gibt es einiges an öffentlichen Plätzen. Bei dieser Tour soll untersucht werden, inwiefern sie sich als klassische Piazza eignen oder ob da noch manches nachgebessert werden muss.
Nebenan isses auch nicht besser 3.0 (mit dem Fahrrad)
Donnerstag, 17. September 18:30 Start: Berliner Platz, Tourist Information
2024 ging es zum ersten Mal über den Rhein nach Mannheim, um zu erforschen, ob es auch auf der rechten Rheinseite Dinge gibt, die nicht nur Glanz und Glamour verbreiten. Im Nachhinein hat sich dieser zweistündige Ausflug als zu kurz erwiesen, denn einiges blieb dabei unberücksichtigt. Und auch die Tour 2025 hat noch ein paar Schandflecken ausgelassen.
Deshalb gibt es 2026 noch einen fröhlichen Ausflug in die Mannheimer Innenstadt, bei dem es wieder einiges zu entdecken gibt, das thematisch in eine „Ugliest City Tour“ passt. Auch Mannheim hat nicht nur niedliche Schönheiten vorzuzeigen, sondern hat wie Ludwigshafen eine lange Tradition als Industriestadt. Jenseits der Hochglanzfassaden aus Planken, Schloss und Wasserturm gibt es auch auf der anderen Rheinseite Bauwerke und Plätze, die manche gerne klein reden würden, um den Blick wieder auf den Hochglanz zu lenken.
In den Quadraten, im Jungbusch oder im Hafengebiet muss man nicht lange suchen, um in Mannheim fündig zu werden, denn fragwürdiger Geschmack kennt sicher keine Landesgrenzen. Und wer weiß, vielleicht ist der eine oder die andere am Ende ganz froh, wieder in Ludwigshafen zu sein…
Der Klassiker (zu Fuß)
Montag, 28. September 18:00 Start: Danziger Platz, am (ehemaligen) Brunnen
Das Finale der 9. Saison: Entlang der ersten Version von Germany’s Ugliest City Tours von 2018 verluft der Klassiker unter den Touren, ein kommentierter Spaziergang durch die Innenstadt von Ludwigshafen zu den (vermeintlich) schlimmsten Orten der (angeblich) hässlichsten Stadt in Deutschland. Hier geht es vorbei an peinlichen Bausünden, verlassen anmutendem Leerstand und deutlichen Fehlplanungen, hin zu traurigem Abstandsgrün und – warum auch immer - verwahrlosten Plätzen.
Diese etwas andere Stadtführung ist stets geprägt von der heimlichen Ahnung: Schlimmer geht immer. Und meistens kommt es dann auch schlimmer. Und mit dem Abriss des Rathaus-Centers bieten sich in der Innenstadt neue Perspektiven, die es zu entdecken gilt.
Dazu werden fachkundige Mutmaßungen darüber serviert, wie dies alles so kommen musste und ob ein gewisser Teil davon gar gewollt war. Sowie ein paar Ideen, wie man vielleicht herauskommt aus diesem Schlamassel.